Krankenkasse

Krankenversicherung / Krankenkaѕѕe

Seit 1996 gilt in der Schweiz die Kranken- und Unfallversicherungspflicht. Die Grundversicherung deckt die wichtigsten Kosten für die ärztliche Behandlung und alle notwendigen Medikamente ab. Die Leistungen der Grundversicherung werden gemäss dem Krankenversicherungsgesetz erbracht. Eine durchgeführte Behandlung muss laut Gesetzgeber wirtschaftlich und wirksam sein. Um sich im Krankheitsfall bestmöglich abzusichern sind private Zusatzversicherungen nötig. Diese leisten über das normale Mass hinaus und gewähren Ihnen besondere Zusatzleistungen.

Die wichtigsten Leistungen der Grundversicherung

Untersuchungen, Behandlungen und Pflegemassnahmen von Ärzten, Chiropraktikern, Hebammen, und auf ärztliche Anordnung hin durch weiteres medizinisches Personal. Hierzu gehören zum Beispiel Physiotherapeuten oder Krankenschwestern und Pfleger. Ärztlich verordnete Medikamente werden verabreicht, es erfolgen weiterführende Behandlungen und Labor Untersuchungen werden getätigt.

Spitalaufenthalte

Zeitlich unbegrenzter Aufenthalt in der allgemeinen Abteilung eines Spitals (maximale Kostenübernahme zum Tarif des Wohnkantons). Bei Rehabilitationen erfolgt eine Behandlung in der allgemeinen Abteilung einer Rehaklinik im Wohnkanton.

Transporte

Transporte erfolgen bei medizinischer Notwendigkeit. Die Erstattung der Kosten beträgt 50%, jedoch maximal 500 Franken im Jahr. Bei Rettungsmassnahmen beträgt die Erstattung auch 50%, die maximale Erstattung ist hier jedoch höher und liegt bei 5000 Franken im Jahr.

Beim Zahnarzt

Erkrankungen des Kausystems, sowie Zahnbehandlungen und Ersatz von Zähnen nach einem Unfall sind versichert. Nicht versichert sind Zahnschäden infolge von Karies. Auch Behandlungen von Weisheitszähnen sind bei der Grundversorgung ausgeschlossen.

Bei Schwangerschaft

Während der Schwangerschaft werden 7 Kontrolluntersuchungen, 2 Ultraschall- und eine

Nachuntersuchung bewilligt. Für einen Geburtsvorbereitungskurs und drei Stillberatungen

stehen der versicherten 150 Franken zur Verfügung.

Verschiedene Modelle der Versicherung

Man hat die Möglichkeit verschiedene Sparmodelle bei der gewählten Krankenkasse abzuschliessen.

Telefonberatung

Eine Möglichkeit die Kosten zu reduzieren ist z.B. das Telefonberatungsmodell. Hat man dieses Beratungsmodell gewählt, muss man, bevor man einen Arzt persönlich aufsucht den ärztlichen Beratungsdienst anzurufen. Ausgeschlossen von dieser Vereinbarung sind natürlich Notfälle, gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen, oder Besuche beim Zahn- oder Augenarzt. 24 Stunden lang sind die Ärzte am Telefon bereit. Eine freie Arztwahl könnte je nach Versicherung eingeschränkt sein.

HMO Modell

Bei der Wahl dieser Leistung müssen die Versicherten, im Krankheitsfall immer zuerst eine ausgewählte HMO Praxis besuchen. Die Ersparnis liegt, je nach Modell ca. bei 25% gegenüber der normalen Prämie.

Das Hausarztmodell

Bei dieser Versicherungsvariante muss der Versicherte erst seinen Hausarzt anrufen, bevor weitere Schritte folgen. Eine Überweisung an einen Spezialisten oder an einen Facharzt oder sogar eine Krankenhauseinweisung erfolgt dann nach Bedarf durch den Hausarzt.

Apotheken Modell

Durch eine Apotheke erfolgen Beratung und Betreuung des Versicherten. Hierzu steht ein separater Raum zur Verfügung. Im Bedarfsfall wird ein Arzt kontaktiert oder hinzugezogen.

Zusatzversicherungen

Es besteht natürlich die Möglichkeit, eine oder mehrere Zusatzversicherungen zu beantragen. Diese dienen dann zur Ergänzung der Grundversicherung und beinhalten mehr Leistung für den Versicherten. Meistens sind die Zusatzversicherungen nur im Paket erhältlich. Die freiwilligen Krankenpflegezusätze kosten für Erwachsene ca. 20-60 Franken im Monat, je nach Angebot. Die Leistungen sind unterschiedlich und man muss prüfen, welche der angebotenen Leistungen benötigt werden. In vielen Fällen ist eine Zusatzversicherung sinnvoll und von Vorteil. Lassen Sie sich beraten!

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